Braunhirse – das robuste Urgetreide

Braunhirse sind kleine braune Kügelchen, die sehr fest sind und nicht wie Goldhirse beim Dünsten weich werden. Hirse stellt in vielen Entwicklungsländern ein Grundnahrungsmittel dar und gehört zum Getreide.

Hirse-Kürbis-Pfanne

Hirse Kürbis Pfanne

Nährwerte

Braunhirse liefert wertvolle Kohlenhydrate, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Während die meisten Getreidesorten auch das jedoch Klebereiweiß Gluten enthalten, kommt es hingegen in dieser Variante der Hirse nicht vor. Vielmehr ist sie glutenfrei und wird deshalb auch bei uns als Beilage immer beliebter. Auch Goldhirse ist glutenfrei.

Lesen Sie dazu auch den Kochen & Küche Artikel Wissenswertes: Vollkornmehle und glutenfreie Mehle.

Goldhirse – die „blonde“ Schwester der Braunhirse

Goldhirse (gewöhnliche Speisehirse) besteht aus goldgelben Körnern und wird geschält angeboten. Im Gegensatz zur Braunhirse wird sie weich beim Dünsten und kann in vielen Gerichten, ob pikant oder süß, verarbeitet werden.

Braunhirse - Laibchen mit Sauerkraut
Hirselaibchen mit Sauerkraut

 

Sauerkraut-Hirse-Laibchen geben im Winter einen wichtigen Vitaminkick.

Braunhirse - Hirse-Kürbis-Suppe
Pikante Hirse-Kürbis-Suppe

Vor allem an kalten Wintertagen schmeckt die Pikante Hirse-Kürbis-Suppe besonders gut. Aufgrund ihres hohen Silizium und Eisengehalts ist sie bestens für Diabetiker geeignet. Außerdem ist sie glutenfrei und cholesterinarm.

Braunhirse

Braunhirse wird aber nicht wie Goldhirse als Beilage, sondern als Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Zudem zählt sie als ungeschälte Variante zu den Vollkorngetreiden und muss, um sie verwerten zu können, erst gemahlen werden.

Darüber hinaus wird sie im Reformhaus meist schon mit einem speziellen Mahlverfahren (zentrophan gemahlen) angeboten. Auf diese Weise gemahlen, ist sie auch für den menschlichen Organismus leicht zu verwerten. Alles in allem kann diese Hirseart roh gegessen werden.

Kochen & Küche empfiehlt:

Es ist wichtig zu erwähnen, dass Braunhirse nicht erhitzt werden soll. Stattdessen empfiehlt es sich, sie kalt einzunehmen.

So kommt Braunhirse häufiger auf den Teller

Um den Körper ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen, sollten täglich eine bis vier Esslöffel täglich verzehrt werden. Einerseits kann man sie entweder in Speisen oder Getränke rühren, andererseits übers Müsli streuen. Zudem kann man sie auch in Brot verarbeitet. Beim Backvorgang gehen jedoch einige Nährstoffe verloren.

Rotwein-Hirse-Torte mit gemahlener Hirse.

Auch hier kann man einige Löffel Braunhirse unter die Goldhirse mischen.

Rotwein-Hirse-Torte mit Zugabe von Braunhirse
Rotwein-Hirse-Torte mit gemahlener Hirse

Gesundheitliche Wirkung der Braunhirse

Hirse und ihre Unterarten sind reich an Mineralstoffen (Silicium), Spurenelementen (Fluoride, Schwefel, Eisen, Magnesium, Zink) und Vitaminen (vor allem B-Vitamine). Grundsätzlich sind in der Braunhirse mehr Nährstoffe als in der Goldhirse vorhanden.

Aufgrund des hohen Silicium-Anteils haben einige Arthrose-Patienten gute Erfahrungen mit ihr gemacht. Darüber hinaus ist die enthaltene Kieselsäure gut für Haare und Nägel. Lesen Sie dazu auch den Kochen & Küche Artikel Selen & Silizium.

Mahlen in der eigenen Getreidemühle

Grundsätzlich ist das Mahlen in der eigenen Getreidemühle möglich. Jedoch wird hierbei die Braunhirse nicht so fein, wie bei der zentrophanen Vermahlung.

Kochen & Küche empfiehlt:

Die selbst gemahlene Hirse über ein Joghurt geben und ein bisschen warten, bevor man das übrige Müsli hinzugibt.